In der Forschung zu Klimawandel und natürlichen Phänomenen ist eine starke Rechenleistung entscheidend. Dazu hat das Jülicher Supercomputing Center in Deutschland kürzlich Europas ersten Supercomputer im Petaflop-Bereich, JUPITER (Jupiter), vorgestellt. Die leistungsstarke Verarbeitungskapazität dieses Computers eröffnet neue Möglichkeiten für die Wissenschaft.

Supercomputer Datenzentrum (1)

Bildquelle: Das Bild wurde von KI generiert, der Lizenzgeber ist Midjourney

JUPITER wird im Juni 2025 auf der weltweit renommierten TOP500-Liste der leistungsstärksten Computercodes erstmals aufgeführt und belegt den vierten Platz. Der Computer verfügt über 5900 beschleunigte Rechenknoten, die etwa 24000 Nvidia Grace-Hopper-Superschlipschips und 1300 Knoten mit Rhea1-Prozessoren enthalten. Darüber hinaus verwendet JUPITER ein InfiniBand NDR-Netzwerk, um schnelle Datenübertragungen sicherzustellen. Das Design des Computers zielt darauf ab, komplexe wissenschaftliche Berechnungen zu unterstützen und die Forschung zu Klimamodellen und Wettervorhersagen voranzutreiben.

Wissenschaftler sind sehr zuversichtlich, insbesondere das Forschungsteam, das am Projekt „Destination Earth“ beteiligt ist. Dieses Projekt zielt darauf ab, eine digitale Kopie des Erdsystems zu erstellen, um die Wechselwirkung zwischen natürlichen Phänomenen und menschlichen Aktivitäten besser zu überwachen und vorherzusagen. Die Forscher erklären, dass solch ein großes Gerät benötigt wird, um Klima- und Atmosphärendaten zu verarbeiten. JUPITER kann diese physikalischen Phänomene mit einer Auflösung von 700 Metern darstellen und somit tiefere Einblicke in Meteorologie und Klimaforschung bieten.

Des Weiteren nutzen Physiker der Technischen Universität Ilmenau JUPITER für ihre Forschung. Sie konzentrieren sich auf die Visualisierung von Wärmeströmen und untersuchen Konvektion und Turbulenz von Flüssigkeiten und Gasen. Durch die leistungsstarke Rechenkapazität dieses Supercomputers können Wissenschaftler Details darstellen, die bisher nicht zugänglich waren, und so komplexere Strömungsmuster in der Natur besser verstehen.

Die Errichtung von JUPITER begann 2018 und wurde durch mehrere Upgrades und Verbesserungen weiterentwickelt. Mit Unterstützung der geplanten JEDI-Prototypmaschine und der JETI-Übergangssystemmodule, die im Jahr 2024 eingeführt werden, wird JUPITER im Jahr 2025 vollständig in Betrieb genommen. Auch die Energieeffizienz des Computers ist besonders beachtenswert; sein Kühlungssystem nutzt das Wasser des Ruhrbeckens, um die Gebäude auf dem Campus zu heizen, was die Aufmerksamkeit auf die Energieverbrauchsbewusstheit und das Konzept der Nachhaltigkeit richtet.

Die erfolgreiche Inbetriebnahme von JUPITER zeigt nicht nur die Stärke Europas im Bereich Hochleistungsrechnen, sondern öffnet auch neue Türen für zukünftige wissenschaftliche Forschungen.

Wichtige Punkte:  

🌍 JUPITER ist der erste Supercomputer im Petaflop-Bereich in Europa und befindet sich im Jülicher Supercomputing Center in Deutschland.  

⚙️ Dieser Computer verfügt über 5900 beschleunigte Knoten und 24000 Nvidia-Superschlipschips, um komplexe wissenschaftliche Berechnungen zu ermöglichen.  

♻️ Das Kühlungssystem von JUPITER nutzt das Wasser des Ruhrbeckens und zeigt damit Aufmerksamkeit für Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.