Eine regulatorische Sturm ist im ganzen AI-Bereich im Anmarsch! Der nationale verbindliche Standard „Methode zur Kennzeichnung künstlich erzeugter und synthetischer Inhalte“ GB45438-2025 wird am 1. September offiziell in Kraft treten. Dies scheinbar unauffällige technische Dokument hat jedoch die Macht, das gesamte ökologische Spielregelwerk für AIGC-Inhalte im Inland grundlegend zu verändern.
Dies ist kein freiwilliges Empfehlungsdokument, sondern ein verbindlicher Nationalstandard mit Durchsetzungskraft. Er regelt streng den gesamten Prozess von der Erstellung, Verbreitung bis zur Haftung von AI-Inhalten. Die Kernanforderungen sind äußerst klar: Jeder AI-generierte Inhalt muss durch technische Mittel überprüfbare Kennzeichnung tragen, um sicherzustellen, dass Nutzer und Regulatoren die AI-Eigenschaft des Inhalts klar erkennen können.
Der neue Standard baut ein doppeltes Kennzeichnungssystem auf, das aus expliziten und impliziten Kennzeichnungsarten besteht. Die explizite Kennzeichnung erfordert, dass alle AI-generierten Inhalte auf eine für den Nutzer wahrnehmbare Weise gekennzeichnet werden, um sicherzustellen, dass jeder durch seine Sinne direkt die AI-Eigenschaft des Inhalts erkennen kann.
Für Textinhalte muss an Anfang, Ende oder einer angemessenen Stelle deutlich die Wörter „Künstliche Intelligenz“ oder „AI-generiert“ stehen. Die Schriftgröße muss klar lesbar sein und darf nicht absichtlich verschwimmen oder verkleinert werden. Bei Bildinhalten müssen Kennzeichnungen an den Ecken hinzugefügt werden. Die Schriftgröße darf nicht kleiner als 5 % der kürzesten Kante des Bildes sein, um sicherzustellen, dass die Kennzeichnung gut sichtbar ist. Bei Videoinhalten sind die Anforderungen noch strenger: Das Kennzeichen muss mindestens 2 Sekunden am Anfangsbild erscheinen, damit die Zuschauer genug Zeit haben, die AI-Eigenschaft zu erkennen.
Die Kennzeichnungsmethode für Audioinhalte ist kreativ: Es muss am Anfang ein Sprachsignal wie „AI-generiert“ abgespielt werden oder ein spezielles Morsecode-Rhythmus (kurz-lang-kurz-lang). Selbst bei interaktiven Anwendungen wie AI-Customerservice muss ein klare Hinweis wie „Von AI bereitgestellt“ ständig am unteren Rand der Benutzeroberfläche oder im Chatbereich angezeigt werden.
Die technischen Anforderungen der impliziten Kennzeichnung sind tiefergehend und beziehen sich auf Metadaten auf Dateiebene. Jeder AI-generierte Inhalt muss JSON-Format-Kennzeichnungsdaten innerhalb der Datei einbetten. Der Feldname muss den Bezeichner „AIGC“ enthalten. Diese Metadaten umfassen den Bestätigungsstatus der AI-Erzeugung, Informationen über den Dienstanbieter, die Plattform für die Verbreitung des Inhalts, die eindeutige Nummer sowie digitale Signaturen oder Hash-Prüfsummen.
Die Definition der Verantwortlichen ist breiter, als viele Menschen denken. Der Standard bestimmt klar, dass die Verantwortung nicht nur auf dem Erzeugungsdienstanbieter liegt, sondern auch auf dem Dienstanbieter für die Verbreitung von Inhalten. Das bedeutet, dass jede Plattform, die es Benutzern ermöglicht, AI-Inhalte zu veröffentlichen, unabhängig von ihrer Größe, die Verantwortung für die Kennzeichnungsverwaltung tragen muss.
Die Konsequenzen für Verstöße sind ebenfalls nicht zu unterschätzen. Für Plattformen könnten Maßnahmen wie Begrenzung der Reichweite, Korrekturmaßnahmen oder sogar das Entfernen der Plattform drohen. Bei Modell-Anbietern könnte die Zugangsanfrage während der Branchenzulassung oder Genehmigung direkt abgelehnt werden. Generierte Inhalte würden vom Risikomanagementsystem als Quelle unbekannt markiert, was ihre Verbreitung einschränkt. Am schwersten ist es, wenn es zu Streitigkeiten wie Betrugssynthese, Gesichtsersetzung oder irreführenden virtuellen Personen kommt; wer keine vollständige Quelle und Verantwortungskette liefern kann, läuft rechtliche Risiken.
Dieser Standard stellt für AI-Modelle und Anwendungsfirma ein grundlegendes Produktproblem dar: Wie kann man allen AI-Inhalten auf Ebene der Systemarchitektur strukturierte Kennzeichnung verpassen? Als Schlüsselstufe der Verantwortungskette müssen die betroffenen Unternehmen die gesamte Verantwortung tragen.
Aus technischer Sicht bedeutet dies, dass Unternehmen bereits im Designstadium ihres Produkts die Integration eines Kennzeichnungssystems berücksichtigen müssen, einschließlich Frontend-Anzeigelogik, Backend-Metadaten-Schreibvorgänge und mehrere Dimensionen der Inhaltsverbreitung. Für bereits live laufende Produkte müssen systematische Modernisierungen vorgenommen werden, um den neuen Standards gerecht zu werden.
Die strenge Ausführung der Regulierung könnte den Erwartungen vieler Fachleute entsprechen. Dies ist nicht nur ein technischer Standard, sondern auch ein systematischer Ansatz des Staates für die Verwaltung von AI-Inhalten. Im gegenwärtigen schnellen Entwicklungswachstum von AI-Technologie ist es notwendig, ein klares Identifizierungssystem und Verantwortungsstruktur für Inhalte zu etablieren, um die gesunde Entwicklung des Informationsumfelds zu gewährleisten.
Für die meisten AI-Fachleute bleibt weniger als ein Monat bis zur endgültigen Umsetzung. Sie müssen jetzt rasch Compliance-Vorbereitungen treffen. Ob Modelle-Entwickler, Anwendungsplattformen oder Content-Distribution-Dienste – sie sollten sofort ihre Geschäftskompatibilität bewerten und entsprechende technische Verbesserungs- und Prozessoptimierungspläne erstellen.
Diese Compliance-Veränderung ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Gelegenheit für die Branche, sich zu neu ordnen. Unternehmen, die schnell den neuen Vorschriften angepasst und ein umfassendes Kennzeichnungssystem aufgebaut haben, werden im Wettbewerb Vorteile haben. Unternehmen, die die Compliance-Anforderungen ignorieren, könnten ernsthafte geschäftliche Risiken erleben.
Die normative Entwicklung der AI-Branche ist unaufhaltsam. Die Fachleute müssen jetzt mit noch größerer Vorsicht und Verantwortung auf diese Veränderung reagieren, um sicherzustellen, dass Innovationen gleichzeitig strikte regulatorische Anforderungen erfüllen und gemeinsam die gesunde und nachhaltige Entwicklung der Branche vorantreiben.